Gewürze sind das A und O!

Die Welt der Gewürze!

 

"Scharfe oder aromatische Substanzen pflanzlichen Ursprungs, aus Tropenpflanzen gewonnen und gewöhnlich zum würzen von Speisen verwendet", so lautet die Definition von "Gewürzen" laut Lexikon.

Doch was ist ein Gewürz eigentlich genau? Was macht ein Gewürz würzig?

 

Gewürze sind aromatische, getrocknete Knospen, Samen, Beeren und Früchte. Von den asiatischen Tropen stammen zum Beispiel Pfeffer, Ingwer, Gewürznelken und Muskatnuss. Aus Westindien und Zentralamerika kennen wir Vanille und Chili.

Und aus dem Mittelmeerbecken stammen vor allem aromatische Samen, Koriander, Fenchel, Mohn und Senfkörner, aber auch Kümmel, Dill und Wacholderbeeren.

 

Gewürze erhalten den für sie typischen Duft der Pflanzenbestandteile. In unserem Mund gibt es bestimmte Regionen, mit denen wir die vier Arten von Geschmack unterscheiden können - süß, sauer, salzig und bitter aber auch scharf wird über den Geschmackssinn wahrgenommen. Die restlichen Geschmacksnuancen werden jedoch über den Geruchssin wahrgenommen.

Woher kommen die Gewürze?

 

Schon in der Bibel wird über dieses wertvolle Gut namens "Gewürze" berichtet. Die Völker des Mittelmeeres handelten seit jeher mit Gewürzen. Die Ägypter verwendeten Kräuter und Gewürze für die Einbalsamierung, für Körpersalben und Ölungen.

Eine medizinische Schrift mit dem Namen "Ebers - Papyrus" berichtet aus der Zeit um 1550 v. Chr. über Anis, Kümmel, Kassie, Kardamom, Senf, Sesam und anderen Gewürzen, welche die Ägypter schon kannten.

Der genaue Beginn, wann der Mensch auf den Geschmack von Gewürzen gestoßen ist, lässt sich Heute nur mehr schwer erörtern.


Heimische Gewürze!

 

Anis:

Anis ist eines der ältesten Gewürze der Welt. Es wird in vielen Gegenden der Welt angebaut und stammt aus dem mittleren Osten und den Mittelmeerinseln. Im Mittelalter verbreitete sich der Anbau von Anis über ganz Europa.

Anis ist als Verdauungsförderer bekannt.

 

Kümmel:

Kümmel stammt aus Asien sowie Nord- und Zentraleuropa. In Europa wird er seit dem Mittelalter angebaut.

Anwendung in der Küche findet der Kümmel vor allem im Brot und Sauerkraut, aber auch für Gemüsegerichte ist er sehr zu empfehlen. Er soll gegen Blähungen, Verdauungsstörungen, Krämpfe und Bronchitis helfen.

 

Koriander:

Koriander stammt aus der Mittelmeergegend, wird jedoch heute auf der ganzen Welt angebaut. Durch Erwähnungen in der Bibel, aber auch in alten Sanskrit Schriften wird vermutet, dass der Koriander schon seit ca. 3000 Jahren Verwendung in der Küche und der Medizin findet. Koriander wird sowohl für gesalzene, als auch für süße Gerichte verwendet.

Helfen soll er gegen Verdauungsstörungen und bei Migräne.

 

Fenchel:

Fenchel stammt aus der Mittelmeergegend, wird heute jedoch in vielen Ländern, wie zum Beispiel Österreich, Deutschland und Italien angebaut. Laut dem Schriftsteller Plinius stärke Fenchel die Sehkraft, was später durch Kräutermediziner bestätigt wurde.

Fenchel findet Anwendung als Brotgewürzbestandteil, wird aber auch als Gewürz für eingelegte Gurken und Sauerkraut verwendet. Fenchel gilt als Mittel gegen Magenbeschwerden und Zahnschmerzen.


Ayurvedische Gewürze!

 

Ajowan:

Heimisch ist der Ajowan in Südindien. Dort wird er besonders gerne in salzigen Gerichten und Snack´s verwendet.

Noch mehr wird er dort wegen seiner Heilwirkung geschätzt: Als Hilfe gegen Blähungen und Verdauungsstörungen.

Auch wird Ajowan gegen Kolik, Durchfall und andere Darmstörungen eingesetzt. Helfen soll er auch bei Asthma.

 

Muskatnuss:

Muskatnuss wird in Sri Lanka, Malaysia und Westindien angebaut und stammt ursprünglich von den Molukken.

Sie soll unter anderem gegen Bronchialkrankheiten, Rheuma und Blähungen helfen. In unseren Breitengraden stellt die Muskatnuss ein Standardgewürz dar. Sie wird in Kartoffelbrei, Gemüsepürees und auch Fruchtpuddings verwendet.

Auch in Suppen und Soßen können wir häufig Muskatnuss entdecken. Achtung: Bei übermäßigem Verzehr können Halluzinationen und Übelkeit entstehen. Deshalb nur geringe Mengen verwenden (1 Messerspitze pro Gericht).

 

Gewürznelken:

Die älteste Erwähnung von Gewürznelken findet sich in der antiken chinesischen Literatur. Höflinge und Staatsbeamte sollten immer ein paar Nelken im Mund haben, wenn sie mit dem Kaiser sprachen. Nelken passen zu süßen und salzigen Speisen und werden für Gewürzbrote verwendet. Nelken sollen sehr gesund für unsere Zähne sein.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0